Walking ist auch Training…

…mit Geduld zum Erfolg

 

Eigentlich drehte sich mein ganzes Wochentraining nur um einen Punkt, den Laktattest am Donnerstag. Da ich in einem extra Artikel von dieser Erfahrung ausführlich berichten werde, geh ich heute auf ein ungewöhnliches Thema bzw. Behauptung ein.

 

Ich sage: „Walken ist Training, auch für Läufer.“

 

Oh je ich sehe jetzt schon Eure Gesichter. „Der Sören spinnt jetzt total. Erst sagt er Wandern ist eine andere Art von Training und nun das…“, vielleicht ist das genau was Euch gerade durch den Kopf schwirrt.

Aber ich versuche Euch meine Behauptung zu erläutern, eventuell wird es dann nachvollziehbarer.

 

Nording-Walking Stöcke

 

Da ich vor dem Laktattest mich ausruhen und schonen soll, war ganz klar mein großer Plan, kein Training vor Donnerstag. Aber da ich ja seit letztem Mittwoch gar nix mehr gemacht habe kippelte es in mir.

Die Energie, die mein Körper bereit stellte, wollte in Bewegung umgesetzt werden, das kennt Ihr vielleicht auch?

Die Damen aus meinem Jahrgang, aus unserem Dorf, wollten am Dienstag walken, ich schloss mich an. Klar, für mich ist das nur ein Spaziergang. Ein Pulsbereich von 100 bis 115 Schlägen pro Minuten, kann man aller höchstens als aktive Regeneration bezeichnen. Walken ist ausgezeichnet für Einsteiger, die lange nix mehr gemacht haben, für Übergewichtige oder wer Probleme mit seinen Knochen hat. Aber auch für Läufer.

Ich hab 2009 mit spazieren angefangen, dann mit walken gesteigert, bis ich 10km am Stück laufen konnte.

Es ist für mich total schwer, langsam zu laufen. Aber ich nutze das Walken und das langsame Joggen, auch dazu mein Laufstiel zu verbessern. Schultern nach hinten, Becken nach vorn und Konzentration auf die Schritte und Atmung.
Wenn ich beim Laufen aufrecht bin und aus dem Bauch die Luft raus presse, dann bekomme ich kein Seitenstechen, mir tut auch so viel weniger weg.

Aber bei steigenden Puls und Erschöpfung, wird es immer schwieriger, das Ganze bei zu halten.

 

 

Walking und langsame Joggen

  • ist Disziplin.
  • steigert die Konzentration.
  • kann Training für die Körperhaltung sein.
  • trainiert die aufrechte Haltung
  • stabilisiert den Rumpf
  • ist aktive Regeneration.

 

 

Wochenrückblick zusammen gefast

 

Trainingswoche KW 26

 

Aus den Daten des Laktattest und aus den Trainingsplänen forme ich im Moment ein ausgewogenes Training.

Am Sonntag konnte ich die erste Einheit im Regen umsetzten. Sandra walkte 90 Min ca.8km und ich joggte 11km.
Grundlagentraining, 15 Minuten im Pulsbereich 117 bis 133. Für mich eine sehr große Herausforderung, da ich ja immer schnell Laufen möchte, und das Langsame für mich in Kopf echt schwer ist.
Dann endlich 30 Minuten im Pulsbereich 133 bis142 angenehme Schläge pro Minute. Nach 5km wendete ich auf der flachen Strecke.
In der 3 Phase sollte ich, laut meines neuen Trainingsplan, 45 Minuten im Pulsbereich joggen wie am Anfang. Was echt hart ist, da ich mich immer wieder zwingen musste statt 9,5km/h nur noch 6,5 km/h zu schleichen.
„Oh je“ dachte ich mir, „wenn ich so weiter laufe Überholt mich noch meine Frau!“ ging mir durch den Kopf. Nach langen konzentrierten Atemübungen gelang es mir auch bei 7,5 km/h den Puls bei 127 Schlägen zu halten.

 

Langes langsames Laufen ist für fast jeden Läufer die größte Hürde, aber das ist ein wichtiger Teil des Erfolges.

 

In diesem Sinne, wie schon bei Ying und Yang, das eine geht nicht ohne den Anderen.

freu mich auf Sonntag, in Birstein wird der schwerste Lauf, den ich bis jetzt hatte.

 

 

 

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